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Wissenswertes (4)

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Chili

Wir alle essen gern scharf, weils soviel Spaß macht, aber:

Chilis sind auch medizinisch sehr interessant und allemal besser als ihr Ruf:

* Sie enthalten reichlich Vitamin C (bis zum vierfachen im Vergleich zum äquivalenten Gewicht bei Orangen)

* Capsaicin ist ein „Blutverdünner“ (Anti – Koagulans) und kann so Herzinfarkte und Hirnschläge durch Blutpfropfen verhindern

* Der Genuss von Chilis, vor allem der scharfen setzt im Körper die euphorisierende Substanz Endorphin frei. Chileheads erzielen dadurch das gleiche „High“ wie Langstreckenläufer, müssen sich dazu aber meist deutlich weniger bewegen

* Chilikonsum regt den Stoffwechsel an, wodurch der/die kluge Chilehead beim Spaß auch noch reichlich Kalorien verbrennt. Dabei hemmt es zusätzlich die Anlagerung von Fettgewebe und wirkt auch beim Sex nicht hinderlich

* Capsaicin wirkt entzündungshemmend. Sogar schmerzlindernde Wirkungen wurden beschrieben

Criollo - auch der "König des Kakaos" genannt - ergibt Kakao mit einem besonderem Geschmack.

Criollo-cacaopflanzeKakaobohnen verleihen der Schokolade ihre feinen Aromen und Spitzenaktzente. Criollo ist eine sehr zarte und delikate Kakaopflanze mit kleinen rötlichen Früchten, die nur überlebt, wenn der Boden und das Klima genau stimmen.

Die idealen Bedingungen findet man nur in wenigen Regionen.

Criollo findet man darum heute nur in einigen lateinamerikanischen und asiatischen Gegenden.

Die Kakaobohne aus diesen Früchten sind besonders aromatisch, sehr fein und hell. Durch ihr Aroma sind Criollo-Bohnen besonders begehrt und beliebt.

Sie verleihen der Schokolade einen sehr feinen und überraschend aromatischen Charakter.

Während Criollo-Bäume bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts vorherschend waren, steuern Sie heute maximal 5% der Welternte bei.

Forastero - ist eine botanische Art, die den Großteil des gesamten Kakaos ausmacht.

Er verleiht Schokolade ihren "Körper" , ihren typischen Grundgeschmack, ohne speziellen Aromen.

Der Forastero ist eine sehr robuste Kakaopflanze und beständiger gegen Krankheiten und Plagen.

Der Anbau dieser Art ist einfacher und hat den Anbau der empfindlicheren Criollo leider fast überall verdrängt.

In Afrika - das ungefähr 70% des Weltertrags an Kakao produziert - wachsen fast nur Forastero-Arten oder -Kreuzungen.

Der Scoville-Test (ursprüngliche Bezeichnung Scoville Organoleptic Test), beruhend auf der Scoville-Skala, ist eine 1912 durch den Pharmakologen Wilbur L. Scoville entwickelte Methode zur Bestimmung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze.

Zunächst wurde der Wert indirekt und rein subjektiv ermittelt, heute kann er jedoch auch experimentell bestimmt werden.

Der Wert ist abhängig vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicin, einem Alkaloid, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit die Schärfeempfindung auslöst.

Zum Beispiel:

Jeder kennt die nette rote Soße, die seit über 100 Jahren weltweit als Tabasco vertrieben wird.

Tabasco hat eine Schärfe von 2140 Scoville Units.

Wer also diesen Schärfegrad mag, ist mit Saucen von 1500 bis vielleicht 2500 Scoville Units gut bedient.


Wem bei Tabasco schon alle Sünden einfallen, greife bei Saucen und Salsas unter 1000 Scoville units beruhigt zu, unterhalb von 200 Scoville Units kann man guten Gewissens aufhören, von „hot“ zu sprechen.

Natürlich sind auch hier subjektive Empfindungen dafür verantwortlich, dass die eine Sauce als heftig, eine andere mit ähnlichen Werten eher als ruhig beschrieben wird, aber als Anhaltspunkt taugt die Scoville Unit auf jeden Fall.